Rückblick und Ausblick 2020/2021

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Reflexion ist eine der wichtigsten Dinge die man für sich selber und seine Ziele tun kann. Während des Lockdowns hat man dazu zum zweiten Mal dieses Jahr viel Zeit. Normalerweise nehme ich mir zum Ende des Jahres immer eine Woche Urlaub und reflektiere das vergangene Jahr.

Rückblick 2020

Das Jahr startete positiv, nur mit einer schlechten Vorahnung durch die Nachrichten aus China. Ich halte es auch immer noch für schlecht Panik zu verbreiten, man muss auch diese Krankheit nüchtern betrachten. So waren die ersten zwei Monate des Jahres eigentlich durch viele Aktivitäten mit Freunden und einer mir sehr wichtigen Frau bestimmt.
Im März begann dann das herunterfahren des Lebens so langsam, ich zog ins Home Office und die zusätzlichen Aufgaben auf der Arbeit nahmen zu. Die Mehrarbeit lenkte mich gut ab von den Nachteilen des Lockdowns. Ich dachte viel nach über meine Ziele, über Dinge die ich noch sehen möchte, telefonierte eigentlich jeden Abend und entwickelte mich in vielen Aspekten weiter.
Das Frühjahr verstrich und es wurde Sommer, beruflich lief es besser, es gab einige sehr einschneidende Veränderungen und diese waren erst der Anfang. Ich liebe Veränderungen, am liebsten in schneller nicht endender Folge. Das ist auch ein bisschen das Resümee aus meinem beruflichen Jahr. Die Aufgabe die ich in den nächsten Jahren ausfüllen möchte hat sich klarer gezeigt und bestätigt, auch wenn meine jetzige Aufgabe erfüllend wirkt. Ich will weiter kommen und so startete im Juli meine Weiterbildung zum Betriebswirt. Diese endet, aber aus verschiedenen Gründen, nach nur einer Woche für mich. Ich kam mit dem Lernkonzept und der angegebenen Einteilung nicht zu Recht und bevor es teuer wird, habe ich mich entschieden das Experiment zu beenden. Einen Monat später kam dann der zweite Rückschlag in diesem Jahr, die Frau, die mir sehr am Herzen lag, mit der ich dachte sie ist es, beendete was auch immer wir hatten. Es dauerte einige Wochen bevor ich wieder klare Gedanken fassen konnte. Ich konzentrierte mich auf die Arbeit und besucht meinen Bruder und seine Frau in Berlin. Die beiden Aspekte brachten mich wieder in die Bahn. Der kreative Input aus dem Besuch, entfaltete sich erst Wochen später und ich habe nach mehreren Jahren wieder begonnen mich mit Kunst, HipHop und dem Ausdruck meiner Gedanken im künstlerischen Kontext zu beschäftigen. Ein wirklich vernachlässigter Teil meines Lebens. Trotz vieler terminlicher Probleme schaffte ich es auch dieses Jahr noch für 4 Tage ins Saarland zu fahren und ein bisschen zu wandern. Wandern ist sowieso die beste Medizin wie ich finde, das sollte man immer machen wenn es einem gut geht, wenn es einem schlecht geht, wenn einen Zweifel plagen, einfach raus und laufen. Im Saarland fing ich an wieder mehr für mich zu tun. Ich sah auch ausgewählte Freunde wieder und ging ab und an wieder zur Arbeit ins Büro. Dann kam der zweite Lockdown, der ging einher das ich meine Küche nach anderthalb Jahren endlich mal soweit fertig stellte und mein Ankleidezimmer in ein Büro umbaute. Hier kann ich mich jetzt zum Arbeiten und kreativ sein zurückziehen. Manchmal muss Veränderung sein, auch wenn ich eigentlich wegziehen wollte, schätze ich es derzeit hier zu wohnen und wirklich eine große Wohnung zu haben.

Learning aus 2020

Ich habe für mich festgestellt, ich muss nicht für eine Firma arbeiten die mich an ein Büro bindet. Ich kann mir ein dauerhaftes Home-Office mehr als nur vorstellen. Wenn es meine Aufgabe zulässt, das ist in manchen Aspekten bisher nach meiner Erfahrung, in meinem aktuellen Job, nicht möglich.
Gelernt habe ich das ich mich an einem Ort an den ich nicht ziehen wollte trotzdem zu Hause fühlen kann, auch wenn die Stadt von vielen eher als nicht lebenswert eingeschätzt wird. Ich mag Duisburg, gerade den Bezirk in dem ich lebe. Hier habe ich alles was ich brauche und entgegen der Meinung vieler ist es nicht asozialer als in vielen anderen Städten auch.
Einen Ort für sich zu schaffen an dem man in Ruhe arbeiten kann ist Gold wert. Die Gesellschaft muss endlich beginnen sich von festen Arbeitszeiten zu lösen, ich habe zum Beispiel dieses Jahr wieder häufig Samstags gearbeitet, mal später am Abend, mal früher. Solange man alles in ein gutes Verhältnis führt das zu einer sehr viel zufriedeneren Einstellung zum Leben. Ich mache meinen Job, aber dann wann ich gut bin und nicht wann ich es muss. Nicht jeder Beruf bietet diesen Luxus, aber wo es möglich ist sollte man es zu lassen.
Die Freiheit unabhängig von Ort und Zeit zu sein ist in meinen Augen eine der wichtigsten die man erreichen kann. Neben einer gewissen finanziellen Sicherheit natürlich.
Im finanziellen Bereich habe ich gelernt, es gibt mehr Chancen wenn man etwas riskiert, wenn man auch mal spielt. Trotz Börsencrash, den ich mit stoischer Ruhe ausgesessen habe und nur zum Nachkaufen nutzte, habe ich in diesem Jahr auch eine Achterbahnfahrt im Bereich P2P hinter mir, die noch nicht ganz ausgestanden ist und auch Kryptowährungen forderten mich in diesem Jahr durchaus heraus. Es macht aber Spaß sich damit zu beschäftigen und zu sehen das man seine Ziele fast mit 100% outperformt hat.

Ziele 2021

Ich wollte mir erst auf Grund der unsicheren Lage keine Ziele setzen, aber ich habe mich besonnen und mir doch einige Ziele gesteckt. Wichtige Ziele in meinen Augen.
Das erste und wohl größte Ziel ist es, ich plane meine erste eigene Immobilie, zur Vermietung, zu kaufen. Dazu werde ich die Zahl der Besichtigungen erhöhen müssen und auch noch einige Vorbereitungen treffen müssen um gegebener Zeit zuschlagen zu können. Ich gehe davon aus das sich der Markt in den nächsten fünf bis zehn Jahren weiter ähnlich entwickeln wird. Immobilien in Deutschland sind im europäischen Vergleich immer noch unterbewertet und derzeit glaube ich findet hier eine Aufholjagd statt.
Ansonsten verfolge ich weiter meine ETF-Strategie um eine sichere Rente zu haben. Hier bin ich was die Zahlung angeht weiter monatlich im mittleren dreistelligen Bereich unterwegs. Im P2P- und Kryptobereich werde ich auch weiterhin meine monatlichen Sparraten bedienen und den Markt weiter beobachten und hoffentlich meinen Cashflow weiter erhöhen.
Ich habe auch das ehrgeizige Ziel jeden Tag, egal wie das Wetter ist oder was man sonst gerne für eine Ausrede an den Tag legt, 10.000 Schritte zu gehen. Das habe ich vor einigen Jahren schon geschafft und somit sollte das kein Problem sein, derzeit bin ich gut 3000 Schritte unter diesem Wert. Zusätzlich möchte ich wieder regelmäßig Sport machen, mindestens zweimal die Woche. Das denke ich kann ich schaffen, derzeit ist es leider recht unregelmäßig und stört mich selber.
Auch das Thema Weiterbildung habe ich nicht aufgegeben und starte den Betriebswirt bei dem gleichen Anbieter, bei dem ich meinen Medienfachwirt gemacht habe, im April nochmal. Ich bin guter Dinge, da ich hier jetzt die Probleme kenne und weiß auf was ich achten muss und wann ich reagieren muss. Der Betriebswirt geht 15 Monate plus Prüfung und wird mich sicher das ein oder andere Mal an den Rand des Wahnsinns bringen. Aber wer hoch hinaus möchte, der muss auch Opfer bringen. Ich versuche auch nicht während der Vorlesung Abends einzuschlafen, das passierte ab und zu beim Medienfachwirt.
Der klarste Punkt, hier spielt der Verlauf der Corona-Maßnahmen eine Rolle ist mein immer noch bestehendes Ziel Beziehung. Aber ich bin guter Dinge, auch wenn ich auf den Rating-Teil tatsächlich nicht scharf bin. Dafür bin ich einfach nicht der Typ. Gehört aber irgendwie dazu.
Gerade die letzten beiden Themen gehören in den Bereich: Man darf niemals aufgeben. irgendwann klappt es oder man schafft es. 😀
Am Ball bleiben im Bezug auf meine kreativen und künstlerischen Hobbys, ich muss noch sehr viel lernen und ausprobieren. Meine Sprache in dem Bereich finden und vor allem veröffentlichen um Kritik zu bekommen, aber ich bin noch nicht an dem Punkt.

Langfristige Ziele

Die spannende Frage ist in meinen Augen immer: Wie passen die kurz- und mittelfristigen Ziele zu der langfristigen Vision? Deshalb möchte ich diese an der Stelle auch noch kurz aufgreifen.

Ich habe in den folgenden Bereichen die folgenden Ziele.

Gesundheit: Langes und gesundes Leben.
Neben der Ernährung, bei der ich schon sehr vieles mache ist eben die Bewegung der wichtige Ausgleich, der soll regelmäßiger sein.

Finanzen: Keine Abhängigkeit von einer Einkommensquelle.
Hieran arbeite ich weiter jeden einzelnen Monat und bin in den letzten Jahren gut und schnell voran gekommen. Habe viel gelernt und gehe hier die nächsten Schritte.

Beruflich: Anstellung im oberen Management und Spaß am Beruf.
Die Weiterbildung soll mich in die Lage versetzen auch weitreichendere Aufgaben übernehmen zu können in dem sie mir Wege eröffnet gerade im Bereich des Wissens und Anwendens.

Beziehung: Eine eigene kleine Familie und einen engen wunderbaren Freundeskreis.
Ich habe sehr gute und tolle Freunde, auf die ich zählen kann, auch das hat 2020 unter Beweis gestellt. Das mit der Familie gestaltet sich noch komplizierter, aber ich bin noch jung, da darf man nicht aufgeben. Wer weiß was 2021 bringt.

Hobbys: Ich habe ein Hobby bei dem ich mich kreativ ausdrücken kann.
Ich bin hier auf einem guten Weg, probiere derzeit sehr viel aus. Habe noch einiges auf meiner Liste was ich die nächste Zeit anschaffen und mit dem ich Experimentieren möchte. Unter Anderem wieder mehr Richtung Graffiti und Streetart. Aber auch Designzeichen und Druckgrafik sind Themen für die nächste Zeit. Hier werde ich einfach weiter machen, wie 2020, den dort bin ich einige Schritt gegangen und entdecke gerade die ersten Facetten meiner Sprache wieder.

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