Finanzen | P2P Investments – Der Beginn mit Mintos

Lesezeit: 2 Minuten

Im Sommer 2017 begann ich mit kleinen Investitionen bei der P2P Plattform Mintos, mit dem Ziel ein passives Einkommen aufzubauen. Mein Ziel 2017 war es, herauszufinden ob es möglich ist jeden Monat einen kleinen Zusatzverdienst zu generieren.

Ich fing ganz klein an mit 10,- € einem Kredit, diesen suchte ich händisch heraus und schaute am Anfang jeden Tag gespannt nach. Ich wusste noch nicht was ein Auto-Invest macht oder wie sich der gesamte Markt entwickeln würde. Die ersten Monate freute ich mich über die Kleinstbeträge die auf meinem Mintos-Account aufliefen. Im ersten Monat verdiente ich ganze 0,02 €. Über die Zeit ist mein Portfolio auf mehrere hundert Euro angewachsen und ich habe im Januar 2020 ganze 2.94 € verdient. Natürlich bin ich noch weit davon entfernt einen wirklichen Nebenverdienst mit P2P zu verdienen, aber die Richtung stimmt und mich überzeugt das Konzept.

Mit Mintos habe ich gelernt, das auch wenig Kredite Einnahmen generieren und es besser ist zu starten, als zu warten. Ich habe gelernt, Probleme mit Krediten und einzelnen Anbahnern zu beobachten und lieber sehr diversifiziert zu sein und so evtl. Ausfälle ausgleichen zu können. Mintos blieb über all die Jahre die Plattform mit dem größten Investment und soll dieses auch in Zukunft bleiben. Ich werde 2020 weiteres Kapital dort investieren.

Warum habe ich mich für P2P entschieden?

Weil ich glaube man sollte sich im Investment niemals nur auf eine Assetklasse beschränken.

Warum gerade für Mintos?

Das Konzept überzeugte mich und die Größe der Plattform spricht auch für Mintos, gerade wenn man Einsteiger ist und Fehler macht.

Wie würdest du Anfangen heute mit deinem Wissen dort zu investieren?

Ich würde mit einer größeren Summe starten, damit es eine direkte Diversifikation gibt. Dann würde ich den Auto Invest so einstellen, das alles aktiviert ist. Auch Kredite ohne Rückkaufkredite würde ich aufnehmen. Diese tragen auch zur Mischung bei und garantieren eine hohe, dem Risiko ansprechende Rendite.

Was sagst du zum Zinsniveau?

Ich habe am Anfang mehr Zinsen verdient als 2019. Aber die Plattform Sicherheit, darf auch einen kleinen Teil der Zinsen kosten. Ich bin derzeit sehr zufrieden mit den Ergebnissen und die derzeitig verfügbaren Zinsen.

Wie viel Prozent deines Gesamt Portfolios steckt in P2P?

Ein Vergleichsweise hoher Teil steckt derzeit in P2P, diesen reduziere ich gerade. Derzeit bin ich bei ca. 20%, diesen Wert werde ich im laufe des Jahres durch Investments in Kryptowährungen, Aktien und ETFs auf ca. 15% drücken. Nächstes Jahr wird der Anteil auf 10% sinken, wobei die Gesamteinnahmen von P2P dann ca. 500,- € betragen werden. So sieht es jedenfalls mein Plan vor.

Ich bin kein Anlageberater, dieser Blogpost spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder und stellt keine Anlageempfehlung dar. Bei P2P Krediten ist es, wie bei jeder Geldanlage möglich sein gesamtes eingesetztes Vermögen zu verlieren.

Meinung | Die neuen Apple Services

Lesezeit: 3 Minuten

Als Apple im Frühjahr Apple News+, Apple Arcade und Apple TV+ vorgestellt hat muss ich zugeben war ich am Anfang etwas enttäuscht. Erstmal das Apple News+ nicht in Deutschland startet. Die vielfach erwähnte Alternative readly ist für mich nicht überzeugend, es sind einfach nur Magazine zum Download da ist Apple News+ mehr das was ich suche, auch wenn ich mir wünschen würde es würde mehr Tageszeitungen beinhalten. Aber darum muss ich mir keine Gedanken machen da es immer noch nicht in Deutschland verfügbar ist, die Verlage wollen mein Geld einfach nicht haben.

Die zweite Enttäuschung war das ich lange warten sollte bis ich die Services nutzen könnte und dann als dritte Enttäuschung kam das Apple TV+ nicht das war was ich erwartet hatte. Ausschließlich eigene Inhalte und dann so wenige Inhalte zum Start, ich rechnete mit mehr. Nun sind einige Monate nach dem Start vergangen und es ist Zeit ein erstes Resümee zu ziehen.

Apple Arcade

Ich glaub ich war einer der wenigen die sich darauf freuten einen Game Service ausschließlich im Apple Universum zu haben. Es gab am Anfang in meinen Augen wenige Spiele die ich unbedingt spielen wollte, ich nutzte trotzdem den kostenlosen Testmonat und fand ein paar Spiele wie MiniMotorways und Overland die mich tatsächlich fesselten und sehr gut unterhielten. Ich kaufte im AppStore immer wieder Spiele in der Vergangenheit und was mich am meisten ärgerte waren die In-App-Purchases, diese gibt es bei Apple Arcade nicht. Mit der Zeit wuchs das Angebot an Spielen, am Anfang kamen jede Woche mehrere Titel hinzu und ich fand noch weitere Spiele die ich nicht nur anspielte wie Stela, Stellar oder MurderMystery. Natürlich sind auch viele Spiele dabei die ich nicht mag wie z.B. Ultimate Rivale: The Rink oder Big Time Sports. Anfangs gab es kaum Spiele auf deutsch, was mich nicht weiter störte aber einige in meinem Bekanntenkreis davon abhielt, das hat sich in der letzten Zeit nach meinen Beobachtungen aber stark verbessert. Ich zahle aber gerne für die Spiele und mich überzeugt das Konzept, auch wenn mir noch ein echter Shooter fehlt. Auch ein gutes altes Strategiespiel wie Siedler, Anno oder Age of Empires fehlt mir an der Stelle noch. Auch eine echte Wirtschaftssimulation wäre in meinen Augen eine tolle Ergänzung. Ich finde die Auswahl zum jetzigen Zeitpunkt angemessen und glaube es kommen noch weitere gute Spiele hinzu, deshalb habe ich auch von der monatlichen auf die jährliche Zahlung umgestellt und werde Apple Arcade danach erneut bewerten.

Apple TV+

Der Service mit dem ich am meisten Probleme hatte bei der Vorstellung. Aber natürlich habe ich mir Apple TV+ am 1. November angesehen. Ich fing an mit „The Morning Show“ die Serie und die Schauspieler konnten mich aber nicht einfangen. „See“ ging schon mehr in die Richtung was ich sehen wollte, aber ich fand auch hier nicht den Wow-Effekt den ich bei Serien brauche. Ich lies das Abo laufen den zwei Serien die mich wirklich interessieren war erst für spätere Zeitpunkte angekündigt. Ich versuchte es noch mit „For all Mankind“ bei dem ich nicht mal die erste Folge zu Ende sah. Der Auftakt war enttäuschend und hätte ich nach der sieben Tage kostenlosen Testphase aufgehört wäre mein Urteil vernichtend ausgefallen. Nicht weil die Serien schlecht sind, sondern weil für meinen Geschmack nichts dabei war.

Doch ich wartete auf „Servant“ von M. Night Shyamalan und auch auf „Truth be told“ beides Serien die mein Interesse weckten. Die Serie „Servant“ zog mich sofort in ihren Bann, diese Serie ist genau das was ich zum Start vermisst habe, ich freue mich jeden Freitag auf die neue Folge und das finde ich macht Apple TV+ besser als andere, es gibt jede Woche eine neue Folge und man freut sich darauf. Bei Netflix freut man sich auf die Staffel, suchtet diese durch und dann war es das, leider. Der Effekt bei Apple TV+ ist so dumm es klingt wirklich mehr ein TV-Ereignis und nicht stumpfes Binge-Watching. Es machte die Serien in meinen Augen wertiger, liegt vielleicht daran das ich mit linearem Fernsehe aufgewachsen bin und bei Netflix immer mehr die Qualität der früheren Tage vermisse. Auch „Truth be told“ finde ich wunderbar, diese beiden Serien unterhalten mich jedes Wochenende. Was ich bei allen Serien die in der heutigen Zeit spielen spannend finde ist, das Apple Product Placement unfassbar wie stark Apple seine Marke und die Produkte platziert.

Fazit

Ich hätte gerne Apple News+ in Deutschland und zwar zeitnah und nicht erst wie Apple Pay 4 Jahre später. Neben Apple Music, Apple iCloud und Apple Pay, haben sich auch Apple Arcade und Apple TV+ irgendwie nahtlos integriert in meinen Alltag. Alles wirkt aus einem Guss, ich finde es an der Stelle wo ich es suchen würde und es bringt mir einen Mehrwert, der mal größer und mal kleiner ist. Ich werde 2020 die beiden Services weiter nutzen und hoffe das noch mehr Inhalte bei Apple TV+ kommen die mich unterhalten und vielleicht der ein oder andere Genrewunsch bei Apple Arcade Einzug hält.

Download | Abschlussarbeit und Präsentation Medienfachwirt

Lesezeit: < 1 Minute

Da sich einige Leute für meine Abschlussarbeit und Präsentation interessierten habe ich mich entschlossen beides kostenlos zum Download anzubieten. Exportiert wurden die Dateien mit dem Abgabestatus (inkl. aller Fehler und Unstimmigkeiten) als PDF mit kleinster Dateigröße.

Ich habe 84 Punkte für die schriftliche Arbeit bekommen und im gesamten mit 88 Punkten bei der IHK Dortmund bestanden.
Andere Industrie- und Handelskammern legen eventuell auf andere Schwertpunkte wert.

Download Abschlussarbeit

Download Präsentation

Bei Fragen dazu hinterlasst einen Kommentar, dann werde ich versuchen die Frage zu beantworten.

Motivation | Wie ich lernte das ich alles schaffen kann

Lesezeit: 3 Minuten

Ich hatte in der Grundschule die schlechtesten Pädagogen die ich mir wünschen konnte. Es sind Sätze gefallen wie „Aus dir wird niemals etwas“, „Du wirst in der Gosse verschwinden.“ oder „Du wirst immer ein Versager bleiben.“ Die sind regelmäßig gefallen. Sie haben meine Kindheit und meine Jugend für mich in eine kleine Hölle verwandelt. Ich floh in meine eigenen Welten in denen ich Firmen erdachte, in denen ich Reich war oder in denen ich nicht mal ein Mensch war. Ich konnte damals nicht darüber reden, ich habe nicht verstanden was mir damit angetan wurde und ich konnte vor allem nicht gegensteuern.

Face your demons

Das Problem daran war das ich so eingeschüchtert, verletzlich und fehlt geleitet war durch diese Worte. Ich glaubte sie irgendwann selber und ich dachte nicht mehr daran etwas für die Schule zu tun, ich dachte nicht mehr daran das ich irgendwann mal etwas erreichen kann. Ich lebte in den Tag hinein, dachte nicht daran was morgen ist und verstand natürlich nicht was all das im Leben für weitreichende Konsequenzen haben würde.

Irgendwann mit 19 oder 20 begann ich festzustellen, ich war nicht dumm, ich war nicht der aggressive Typ der immer nur Streit suchte. Ich begann zu verstehen das man mich all die Jahre unter meinen Möglichkeiten gehalten hatte und das hatte System. Die Schule, vor allem die Grundschule, war belastend und in vielerlei Betrachtung im Nachhinein das schlimmste was mir passieren konnte. In der Orientierungsstufe habe ich eine Klasse wiederholt, das tat gut und gab mir Motivation. Es ging bis einschließlich zur siebten Klasse gut. In der achten hatte ich dann einen kleinen Einbruch, es war die falschen Freunde in mein Leben getreten und als ich in der neunten an einer neuen Schule anfangen musste war es komplett aus. Ich gab auf und das unfaire, nicht durchsetzungsfähige und komplett unpädagogische Schulsystem am Ende der 90er schlug direkt zu. Ich schaffte zwar den Realschulabschluss, aber alles danach verbaute ich mir immer durch den inneren Kampf.

Follow your personal path to find your personal wellbeing.

Aber zurück zu dem Zeitpunkt an dem ich plötzlich begann festzustellen ich war nicht dumm. Ich lernte das kombinieren von Fakten in meinem Gehirn, ich las zwei Dinge und erschuft daraus eine Schlussfolgerung. Am Anfang behielt ich diese für mich, hörte nur zu. Als ich aber feststellt das immer mehr dieser Schlussfolgerungen richtig waren traute ich mich diese zu äußern und als es mich nach Stuttgart zog wurde dieses kombinieren und auch mein konstruktives kritisieren in der Berufswelt plötzlich begrüßt und gefördert. Es gab Menschen die in mir etwas sahen, zum ersten Mal wollten mir Menschen die in der Autoritätskette höher standen etwas ermöglichen, mir etwas geben. Ich bin bis heute dankbar für sehr viele Möglichkeiten und Chancen die ich seitdem bekam. Egal wie schlimm der Beruf war den ich machte oder für welche Firma ich arbeitete eines war immer da, das Gefühl das es nicht umsonst ist und das ich als Mensch mit meinen Fähigkeiten geschätzt werde.

Ich begann spät dann wirklich eine Ausbildung zog aus der Stadt, die mich mehr in meinem Leben geprägt hat als alles andere, weg. In der Ausbildung gab es dann die ersten Tage an denen ich komplett zufrieden war. Ich hatte durchaus Aufgaben die ich so gern machte und ich hatte Freiheiten und Chancen die ich wahrgenommen habe. Nach der Ausbildung ging es dann von unten wieder los und ich setze meine Fähigkeiten ein um aufzusteigen. Im Zuge dessen machte ich meinen AEVO, wer hätte je gedacht, dass ich der kleine unscheinbare Junge einmal für eine Präsentation gelobt wird. Ich konnte in der Schule kaum ein Referat halten, weil ich es einfach nur als Schmach empfand. Das gleiche wiederholte sich bei meinem Medienfachwirt und dieser weißt mir einen Bildungsgrad auf Bachelorniveau aus. Vielleicht habe ich länger als so viele andere gebraucht, aber ich bin dort angekommen und ich habe mich selbst dahin gebracht. Ich habe gelernt in der Ausbildung ich kann alles lernen, ich muss vielleicht mehr Zeit aufbringen als andere, härter arbeiten, aber alles ist möglich. Man muss in dieser Welt nur einen Weg finden und man wird ihn gehen. Man darf sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen, die gehören dazu. Man darf niemals den glauben an sich selbst und seine eigenen Ziele verlieren. Man muss seinen Körper und Geist in Einklang bringen und bereit seinen Weg zu gehen. Dafür gibt es kein Patentrezept, das ist bei jedem anders.

Meinung | 8×4 und truefruits – Zwei Kampagnen mit Provokationspotential

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Provokation ist ein alltägliches Mittel in der Werbung. Dabei beugt man die Grenze stark, wenn man gute Werbung macht. Man Übertritt diese Grenze, wenn es nur noch um Aufmerksamkeit geht, egal ob gute oder schlechte. Natürlich werden diese Übertritte geplant und gezielt vorgenommen, was man dieser Tage in der Politik sehr schön beobachten kann.

Die beiden Fälle die die Medienbranche dieser Tage beschäftigen sind 8×4 mit ihrem kompletten Produkt und Markenrelaunch und den Bonner True Fruits die zum wiederholten Mal mit ihren Social Media Aktivitäten auffallen. Der Zeitgeist und die eigene politische Meinung spielen hier natürlich eine Rolle. Von der Auflösung des klassischen Rollenverständnisses bis hin zum Satz: „Das wird man doch noch mal sagen dürfen.“ ist alles dabei.

Leider gelingt es True Fruits nur durch kalkuliertes überschreiten der Grenze Aufmerksamkeit zu erreichen, scheinbar ist für Aufmerksamkeit so manchem Social Media Manager jedes Mittel recht. Dabei geht es nicht einmal um die Sexualisierung, sondern darum das die Anzeige uninspiriert und langweilig ist.

8×4 provoziert in dem man den Lifestyle und das Verständnis der kommenden Generation anspricht. Man trifft den Nerv der anvisierten Zielgruppe und bringt die Zielgruppen der Traditionalisten, gegen die man sich in der primären Zielgruppe auflehnt gegen sich auf und spielt so gekonnt mit der Provokation. Man stellt sich politisch und moralisch auf die richtige Seite.

Quellen

https://www.watson.de/leben/sexismus/372219019-sun-creamie-true-fruits-bewirbt-smoothie-mit-sexistischer-kampagne
https://www.wuv.de/marketing/beiersdorf_wehrt_sich_gegen_hasskommentare_zur_8x4_kampagne