Finanzen | P2P Investments – Von Mintos zum heutigen Stand

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Ich habe ja bereits über meinen Einstieg in die Welt von P2P berichtet. Aber es blieb nicht nur bei Mintos. Als zweite Plattform pickte ich estateguru heraus, weil ich fand man sollte Immobilienprojekte finanzieren und diese Diversifikation stellte sich als äußerst lukrativ heraus. Bisher ist bei dieser Plattform, die etwas anders als Mintos funktioniert noch kein Kredit ausgefallen. Ich habe schon in rund 20 Projekte investiert und plane auch diese Position in Zukunft weiter auszubauen. Die Position ist in etwa so groß wie die bei Mintos.

Ich habe aber auch noch einige kleinere Positionen, einmal bei housers, welches ich nicht empfehle. Alleine aus steuerlicher Sicht ist es ein höherer Aufwand und bisher sind die Erträge ernüchternd. Die Position dort wird nicht vergrößert und nach Abschluss der Projekte abgezogen.

Eine weitere Position habe ich bei Bondora, hier im sogenannten Go&Grow Portfolio, hier muss man sich um nichts kümmern und investiert automatisch in viele Kredite. Dadurch sinkt natürlich die Rendite auf 6,75%, was angesichts der 0,01% auf dem Tagesgeld natürlich immer noch verlockend ist.

Meine jüngste Position ist Grupeer, hier bin ich erst seit Ende 2019 investiert und sammelte mit einem niedrigen dreistelligen Betrag Erfahrungen. Bisher gefällt mir die Plattform ganz gut, ich werde die Position auch weiter ausbauen. Die Zinsen sind hier noch sehr lukrativ, der Durchschnitt liegt über 13%, aber damit steigt natürlich auch das Risiko.

Ich habe also bisher 5 verschiedene Positionen im P2P Markt und erwirtschafte damit Voraussichtlich dieses Jahr mehr als 200,- € Einnahmen. Ich werde die Positionen ausbauen, aber weniger stark wachsen lassen als die letzten Jahre. Ich möchte das Portfolio weniger abhängig von P2P machen, als es derzeit ist.

Ich bin kein Anlageberater, dieser Blogpost spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder und stellt keine Anlageempfehlung dar. Bei P2P Krediten ist es, wie bei jeder Geldanlage möglich sein gesamtes eingesetztes Vermögen zu verlieren.

Inspiration | Meine Werte

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Ich beschäftige mich nun schon einige Jahre mit mir und man kommt an einen Punkt, an dem man seine Werte hinterfragt und seine Werte wie einen Diamanten schleift. Ich habe in diesem Prozess meine Werte in eine Grafik zusammengefasst.

Diese Darstellung ist persönlich und beschreibt vieles von dem was mir wichtig ist. Ich mache mich damit zu einem Teil vielleicht verwundbar. Aber ich möchte damit inspirieren und anderen die vielleicht noch auf dem Weg sind, ihre Werte zu entdecken zeigen das es ein stetiger Prozess ist, den diese Aufstellung lebt und verändert sich immer mal wieder.

Diagram Werte

Zielorientiert

Ich verfolge in der Regel immer ein Ziel, ich mache nur sehr wenige Dinge ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Ich gehe für mein Ziel auch Umwege, ich nehme für mein Ziel aber auch Einschränkungen in Kauf und beiße mich durch.

Fortschrittsorientiert

Mich fasziniert die Idee das das Wissen der Menschheit exponentiell wächst und alles immer schneller wird. Ich liebe den Fortschritt und freue mich immer über neue Technologien. Durch Fortschritt geht es immer mehr Menschen auf der Welt gut.

Rational

Viele meiner Entscheidungen treffe ich rational, ich habe gelernt das Emotionen immer eine Rolle spielen. Diese kann ich aber auf ein Minimum reduzieren und somit in der Regel die besseren Entscheidungen treffen.

Logik

Wenn mir etwas logisch erscheint, dann ist es meist weil ich Versuche möglichst viele Facetten in meine Betrachtung einzubeziehen. Logik ist etwas sehr elegantes, auch wenn hier manchmal die Emotionen einen kleinen Strich durch die Rechnung machen.

Experimentierfreudig

Ich liebe es etwas neues auszuprobieren, sich selbst herauszufordern. Immer einen oder gar zwei Schritte weiter zu gehen. Es gibt so vieles was es zu entdecken und erkunden gibt. Das Leben ist wie ein großer Chemiebaukasten.

Freiheit

Der wichtigste Wert für mich, wenn ich merke das meine Freiheit eingeschränkt wird, wenn ich merke mir gibt jemand nicht genügend Vertrauen in meine Freiheit bin ich schnell weg. Ich treffe Entscheidungen in der Regel mit einem großen Fokus auf diesen Punkt.

Genuss

Ich habe lieber weniger von etwas und genieße dafür jeden Augenblick in dem ich es habe. Egal ob es immaterielles wie ein echter Sieg ist oder ob es ein gutes Stück Fleisch ist. Genuss wird für mich erst dann zum Genuss, wenn man sich des Wertes bewusst wird und zwar nicht des finanziellen Wertes sondern was es für einen selber bedeutet.

Meinung | Trau‘ deinem Mitarbeiter mehr zu

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Man kann es eigentlich jeden Tag in vielen Unternehmen sehen. Mitarbeiter machen den Dienst nach Vorschrift, ihnen wird zu wenig zugetraut, ihnen wird kein Raum gegeben sich auszuprobieren und Fehler zu machen.

Es ist immer einfacher zu sagen, derjenige kann etwas nicht, als ihm als Mentor zur Seite zu stehen und ihm wenn er Hilfe benötigt eine Hilfe zu geben. Man kann sich dabei immer hinter Zahlen verstecken, aber nur hinter den Allgemeinen gerade aktuellen Zahlen. Wenn man einen Mitarbeiter lange und nachhaltig an das Unternehmen binden möchte. Braucht man ihm keinen kostenlosen Kaffee anbieten, das bekommt er auch bei der Konkurrenz, man sollte ihm Freiheiten geben sich zu entfalten und die beste Version von sich selbst zu werden. Jeder Mitarbeiter hat andere Stärken und ein Team von Mitarbeitern kombiniert diese Stärken gezielt.

Ich bin überzeugt, wenn man die Mitarbeiter lange bindet und ihnen Zeit gibt ein Experte zu werden, werden diese Menschen weniger häufig das Unternehmen wechseln. Die Mitarbeiter werden für und mit der Unternehmung und dem Kunden denken. Man hört dann nicht mehr das einschwören auf ein gemeinsames Feindbild mit dem Kundennamen. Sondern man wird stolz berichten können das man die besten Lösungen für seinen Kunden hervorbringt. Der Kunde wird dadurch wieder zum König und steht wieder im Mittelpunkt, auch wird der Kunde zufriedener wenn viele Lösungen seinen Erfolg steigern.

Jeder Mitarbeiter sollte Raum für Fehler haben, Zeit bekommen sich zu entwickeln und dem Kunden sein bestmögliches Ergebnis liefern zu können. Leider das nicht sehr weit verbreitet, heute macht man alles agil, effizient und der Mitarbeiter bekommt eine Betriebsrente, kostenlosen Kaffee und darf Unternehmenswerte formulieren. Aber der eigentliche Wert, der erschaffen werden soll steht sehr häufig als lästiges Übel im Raum, weil die Zeit zur Identifikation und Lösungsfindung zu kurz ist und von jemandem vorgegeben wird. Vertraue deinem Mitarbeiter, er wird Lösungen finden, wenn du ihn lässt.

Achtsamkeit | Journal

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Als Kind faszinierten mich immer die Tagebücher berühmter Entdecker, wie Alexander von Humboldt. Ich schrieb selber Tagebuch, es waren aber immer nur einzelne Sätze und nichts wirklich besonderes. So verlief sich die Tradition das Tagebuch regelmäßig zu führen.

Ich bin seit vielen Jahren auf der Reise nach mehr Achtsamkeit, ein Thema das mir in verschiedenen Facetten immer wieder begegnet ist der Punkt Journaling. Ob ich meine Träume am morgen erfasse, meine Dankbarkeit hinzufüge, meinen Tag und meine Gefühle Revue passieren lasse oder ob ich meine Ideen niederschreibe. Alles findet sich an diesem einen Ort.

Ich begann damit ein Dankbarkeitsjournal zu führen, damit stieß ich aber schnell an meine Grenzen und nach einigen weiteren Büchern und Inspirationen, bin ich inzwischen an dem Punkt ich nutze ein Buch für alle Belange die ich täglich niederschreiben muss.

Ich besitze ein ganz einfaches Notizbuch und einen Fineliner in schwarz und damit führe ich mein Journal oder auch mein Achtsamkeits-Journal. Schon eine ganze Weile sammele ich meine Gedanken zu spezifischen Themen, meinem Tagesablauf und meinen Gefühlen. Es verändert langsam die Wahrnehmung. Man denkt mehr darüber nach was man aufschreiben kann. Ich probierte natürlich auch digitale Varianten aus, aber mit diesen komme ich nicht so gut klar und das sage ich, der der alles digitalisieren will.

Es ist wunderbar, seine Ideen und Gedanken nicht mehr zu verlieren und, wenn man mal darin liest dann spürt man wie gut es einem zu diesem Zeitpunkt tat ohne das ganze zu vergessen. Ich kann schauen wie sich mein Gedankenkarussell entwickelt und gleichzeitig versuche ich bei manchen Dinge, nicht immer an die negativen denken zu müssen.
Journaling hat mein Leben zum positiven verändert und es kommt immer anderes als man denkt.

Man wacht morgens auf und kann seinen Traum dokumentieren, was in den Bereichen des Klartraums eine wichtige Rolle spielt. Man schreibt am Abend alles über den Tag hinein uns versteht die eigenen Entscheidungen besser. Man festigt sich und man beginnt schon am Tag anders über Dinge nachzudenken und lässt die weniger guten Entscheidungen außen vor oder trifft diese anders. Das Gefühl wie man sich verhält verändert sich, natürlich geht das nicht von heute auf morgen.

Meinung | Stirbt Print jetzt aus?

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Als Medienfachwirt mit dem Schwerpunkt Print kann man denke ich eine gute Antwort auf das sehr oft diskutiere Thema geben und ich werde auch immer wieder gefragt.

Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten, es gibt ein anhaltendes Druckereien sterben. Gerade große Auflagen vieler Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge fallen immer mehr heraus aus dem Printgeschäft. Es gibt große Umwälzungen, gerade bei hohen Auflagen. So schließt Bertelsmann 2021 seine Tiefdruckerei in Nürnberg um die hohen Überkapazitäten abzubauen.1 Es gibt weniger Angestellt und weniger Betriebe in der Druckindustrie.2

Allerdings muss man in meinen Augen differenzieren, gerade in Klein- und Kleinstauflagen gibt es noch einen Markt. Auch der Markt des individualisierten Drucks ist mit Sicherheit nicht zu unterschätzen. Der größte Markt wird in der Zukunft mit Sicherheit auch noch wachsen und dabei geht es um Verpackungen, diese können mit dem heutigen Stand der Technik nur gedruckt werden und deshalb ist dieser Teil der gedruckten Produkte noch einige Zeit einem Wachstum unterworfen. Gerade Unternehmen die hier auf neuste Verfahren und haptische Elemente setzen sollten gut aufgestellt sein, wenn man es schafft sich bei seinen Kunden zu positionieren.

Das größte Problem, wie auch in vielen anderen Industriezweigen stellt hier sicher die Personalkosten dar. Diese sinken zwar durch zunehmende Automatisierung weiter, aber in einem Hochlohnland wie Deutschland ist man international natürlich nicht unbedingt wettbewerbsfähig. Außer man bietet spezielle Lösungen, die immer einen Schritt voraus sind, an.

Die Branche wird sich, bis auf wenige sehr effiziente Marktteilnehmer, von den klassischen Offset- und Tiefdruckdruckereien verabschieden. Es wird immer wichtiger crossmedial zu denken, zu konzipieren und zu lernen. Jedes Thema ob Digital oder Print findet in der heutigen Zeit seinen Weg zum Kunden und es muss miteinander funktionieren. Deshalb halte ich nicht an sobald etwas mal im digitalen Bereich ist, sondern versuche auch hier immer am Ball zu bleiben.

Print ist nicht tot, Print verlagert sich nur ins Ausland und in andere Bereiche als wir es gewohnt sind. Die zwar genauso sichtbar sind wie eine Zeitschrift, aber dem Kunden nicht als explizites Printprodukt auffallen.

Quellen

1Bertelsmann schließt Tiefdruckerei: https://www.print.de/allgemein/bertelsmann-schliesst-tiefdruckerei-in-nuernberg/

2Zahlen zur Druckindustrie: https://www.print.de/thema/druckindustrie/