Bücher über Selbstoptimierung und meine Erkenntnis

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Ich habe in den letzten 15 Jahren ungefähr 25 Bücher gelesen und aus den meisten auch versucht Rezepte anzuwenden. Deshalb habe ich sehr vieles ausprobiert in Bezug auf die Selbstoptimierung.

Alles fing an mit The Secret, dem ersten Buch welches mein denken nachhaltig und ernsthaft beeinflusst hat. Ich lass auf Englisch und auf Deutsch, alles was mir interessant schien habe ich gelesen Die 1% Methode, ebenso wie Die 7 Wege zur Effektivität. Mit manchen konnte ich mehr Anfangen wie mit The Energy Bus und mit manchen weniger wie Stell dir vor du wachst auf.

Das letzte Buch in die Richtung war Anfang des Jahres Der 5 Uhr Club, aus diesem Buch habe ich sehr vieles gezogen und verstanden was ich tatsächlich brauche statt dem nächsten Selbstoptimierungsbuch. Damit war das Buch sein Geld wert.

Ich habe gelernt das diese Bücher nie am Anfang beginnen, sondern nur Wege verkaufen um ein kurzes Hoch zu generieren, es tut gut jeden Tag zweimal zu meditieren. Es ist eine andere Perspektive um 5 Uhr aufzustehen. Rituale am morgen regeln für einen gewissen Zeitraum dein Leben ein bisschen geordneter. Aber diese ganze Literatur kann jemandem wie mir nicht geben wo nach ich Suche. Es veränderte mein denken, es beeinflusste mich, es gab mir Tools die mir in bestimmten Situationen sehr helfen. Aber sie schaffen es nicht die Gedanken im Zaum zu halten, sie schaffen es nicht meine Selbstzweifel zu kompensieren und sie schaffen es vor allem nicht das langfristig zu erledigen. Mit einigem Abstand fühlt sich das wie eine Ersatzreligion an. Die nur durch den Konsum und darauf ist der Markt der Selbstoptimierung ausgelegt, immer wieder ein gutes Gefühl gibt.

Ich rate immer wieder Menschen dazu ihr Leben mit dem einen oder anderen Tipp zu verändern, aber ich weiß das viele Sachen das Leben nur in kleinster Weise beeinflussen oder es im Fall des Tagesplanes vom 5 Uhr Club sogar komplett einschränken können und nicht zur Lebensrealität der normalen Bevölkerung passen können. Dadurch wird nur die Schlafmangelkultur und das sich selbst schlecht fühlen weil man nicht voran kommt gefördert.

Viele Bücher lassen sich in der Essenz auf folgende Themen herunterbrechen:

  • Ziele definieren
  • Planung
  • feste Abläufe
  • Dokumentation
  • ausreichende Bewegung/Sport
  • Meditieren/Gedanken ordnen

Es sind einfach Toolboxen und ihr sucht euch die besten Tool heraus die ihr benötigt, meistens wird in meinen Augen aber schon zu spät angefangen, man muss schon sehr weit sein und sich sehr viel mit sich auseinandergesetzt haben bevor diese Werkzeuge ihre volle Wirkung entfalten können. Deshalb sollte man das ganze als Prozess sehen und man muss seine Intentionen kenn, der komplizierteste Prozess, dazu gibt es aber in meinen Augen keine gute Literatur. Die Intention kann man am besten herausfinden, wenn man sich in den entscheidenden Augenblicken die Fragen stellt: „Bin ich glücklich?“ und „Ist das der Ort an dem ich sein will?“

Die erste Frage zu beantworten fällt mir schwer, den was ist Glück, deshalb beantworte ich diese Frage auch eigentlich nie mit „Ja“. Ich will mehr Verantwortung Privat und Beruflich, ich will nich 10 Jahre warten, ich will es jetzt. Ich war noch nie der Mensch, der sich an den normalen Weg halten mag, auch wenn ich das in den letzten Jahren durch verschiedene Einflüsse mehr getan habe. Deshalb ist es sehr schwer, das ich zur Zeit „Ja“ sagen kann. Die zweite Frage beantworte ich eigentlich dauerhaft mit „Nein“. Das ist auch der Grund warum ich glaube das meine Selbstoptimierung mir nicht das bringt was ich gerne will. Ich kenne alle Tools, ich habe mich schon sehr viel mit mir auseinander gesetzt, ich brauche jemanden der mir sagt wie ich dahin komme, wo ich hin will. Das tut aber keiner der Ratgeber, die sagen wie ich smarter arbeite, wie ich vor dem Sonnenaufgang aufstehe oder wie ich meine Gedanken durch Meditation fließen lasse.

Diese Erkenntnis aus der Coronazeit, lässt sich für mich wie folgt zusammenfassen, ich habe vieles gelernt, kann es aber nicht nutzen und merke immer mehr das es daran liegt wie eingeengt ich mich fühle. Freiheit ist der wichtigste meiner persönlichen Werte und dieser ist nicht vorhanden. Es gibt auf TicTok eine Challenge das man sich dabei filmen soll, während man einen Track hört, der dir Erinnerungen der Kindheit aufzählt und immer wenn es jemand macht, weinen die Menschen. Wir haben Freiheit gegen die Komfortzone getauscht und uns in einen goldenen Käfig gesteckt. Das kann ich dank 15 Jahre Selbststudium feststellen. Festgehalten von Monstern, den Gedanken und Vorstellungen anderer Menschen.

Was diese Feststellung jetzt für mich bedeutet klingt für einen vielleicht wie weglaufen, aber ich glaube es ist Zeit auszubrechen, unabhängiger zu werden. Wie genau dieses aussieht, weiß ich noch nicht. Doch ich bin mir sicher das wird die tatsächliche Reise, auf diese liefen alle die Vorbereitungen der ganzen Jahre hinaus. Ob es bedeutet alles hinter mir zu lassen, ob es bedeutet ein ganz anderes Abenteuer zu starten oder wie es tatsächlich am Ende aussieht weiß wohl niemand.

Lass es uns herausfinden. Join me on my journey back to myself.

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